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Wasser

Anaerob

Als anaerob bezeichnet man die Lebensweise von Mikroorganismen, die nicht darauf angewiesen sind, dass Sauerstoff in ihrer Umwelt zur Verfügung steht. Sauerstoff wirkt bei anaeroben Mikroorganismen toxisch. Im Gegensatz zu den aeroben Mikroorganismen wird bei der Elektronentransportphosphorylierung Nitrat, Fumarat oder Sulfat zur Synthese von ATP benötigt.



Aufhärtung

Als Aufhärtung bezeichnet man die Erhöhung der Wasserhärte bei Wässern (z.B. Talsperrenwässer) mit einer niedrigen Wasserhärte (geringer Gehalt an Kalzium und Magnesium), durch das Begasen mit Kohlensäure und der anschließenden Filtration über gekörntes Kalziumcarbonat oder durch die Zugabe von Kalkmilch, bis der Zustand der Calcit-Sättigung erreicht ist. Die Aufhärtung von weichen Wässern ist notwendig, da diese korrosionsfördernde Eigenschaften auf Werkstoffe (z.B. Beton) haben.



Aufsalzung

Als Aufsalzung bezeichnet man die Erhöhung der Salzfracht eines Gewässers durch das Einleiten von gereinigtem Abwasser mit nicht entfernbaren Salzen oder die Rückführung von Salzen aus einer Meerentsalzungsanlage in das Gewässer.



Belebtschlammverfahren

Das Belebtschlammverfahren wird bei der biologischen Abwasserreinigung in Kläranlagen eingesetzt. Bei diesen Verfahren, das kontinuierlich und diskontinuierlich angewendet werden kann, erfolgt der Abbau von organischen Verunreinigungen bei ständiger Belüftung des Abwassers im Belebungsbecken, durch aerobe Mikroorganismen. Bei diesem mikrobiellen Abbauprozess entsteht Belebtschlamm, der später als Rücklaufschlamm dieser Reinigungsstufe wieder zugeführt wird.


Weiterlesen: Belebtschlammverfahren

Belüftung

Mit Belüftung bezeichnet man den Gasaustausch zwischen Wasser und Luft, um Sauerstoff einzubringen und gegebenenfalls gelöste Gase (aggressive Kohlensäure, Schwefelwasserstoff, Methan etc.) zu entfernen. Dabei ist zwischen der Oberflächen-, Druck-, Kreisel-, Strahl-, Walzenbelüftung und Sauerstoffbegasung zu unterscheiden. Die Belüftung wird beispielsweise bei der biologischen Abwasserreinigung im Belebungsbecken durchgeführt, um die aeroben Mikroorganismen ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.


Weiterlesen: Belüftung

Betriebswasser

Betriebswasser, oftmals auch als Brauch- oder Nutzwasser bezeichnet, findet eine gewerbliche, industrielle, landwirtschaftliche oder hauswirtschaftliche Anwendung und hat keine Trinkwasserqualität.

Weiterlesen: Betriebswasser

Brackwasser

Als Brackwasser wird Wasser bezeichnet, das eine Salinität (Salzgehalt) von 0,05 % - 3% aufweist. Brackwasser entsteht zumeist im Bereich von Flussmündungen im Meer, bei der das Süßwasser des Flusses mit dem Salzwasser des Meeres durchmischt wird.

In den Brackwasserzonen stellt der sich permanent ändernde Salzgehalt des Brackwassers (z.B. durch Gezeiten) eine enorme Anforderung an die Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes der vor Ort lebenden Organismen (z.B. Miesmuscheln, Hecht oder gewöhnliche Strandsimse) dar.

Brunnen

Ein Brunnen ist eine technische Anlage zur Wassergewinnung aus wasserführenden Schichten (Grundwasserleiter) unterhalb der Erdoberfläche. Brunnen, die zur Entnahme von Grundwasser dienen werden als Förderbrunnen bezeichnet, während beim Schluckbrunnen hingegen dem Grundwasser von oben Wässer zugeführt werden.



BSB

Der Biochemische Sauerstoffbedarf (BSB), oder auch Biologischer Sauerstoffbedarf genannt, ist ein Maß für die Menge, die an Sauerstoff innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens und unter bestimmten Bedingungen benötigt wird, damit die vorhandenen organischen Wasserinhaltsstoffe im Wasser biologisch abgebaut werden. Der BSB ist daher ein Schmutzparameter für die Beurteilung des verschmutzten Abwassers.

Als Schmutzparameter wird meistens der BSB-Wert nach 5 Tagen angegeben, BSB5, da nach diesen Zeitraum eine verlässliche Aussage über die Abbaubarkeit der Wasserinhaltsstoffe gemacht werden kann. Um den BSB5 zu bestimmen, muss zunächst die Wasserprobe mit bakterienhaltigen und sauerstoffgesättigten Wasser verdünnt werden. In einen weiteren Schritt erfolgt die Messung des Sauerstoffgehaltes der Probe, wobei dieser Gehalt nicht unter 2 mg/l sinken darf. Bevor die Wasserprobe nun in einen Thermoschrank bei 20 °C bebrütet wird. Nach dem die 5 Tage vorbei sind wird abermals der Sauerstoffgehalt gemessen. Der verbrauchte Sauerstoff wird dabei als BSB5 in mg O2/l angegeben.

Calcit

Calcit, das auch als Kalkspat bezeichnet wird, ist die kristalline Form von Calciumcarbonat (CaCO3) und gehört daher zur Mineralklasse der Carbonate.



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